Soiree Tamtam – ein Spektakel mit grotesk entrückender Verzückung

Wer etwas absolut Neues und Einzigartiges in Köln erleben will, hat bei dem neuen neonostalgischen Side- & Freakshow Ensemble Soiree Tamtam Gelegenheit dazu einen absolut grotesk und entrückend verzückenden Abend zu erleben, wie er im Buche steht…

Angelehnt an das Ambiente nostalgischer Wanderzirkusse und Jahrmärkte, wie sie vorallem zu Beginn des letzten vergangenen Jahrhunderts bis etwa in die 30er Jahre hinein üblich waren, präsentiert ein Kern-Ensemble mit immer wechselndem Programm gemeinsam mit individuell zum Anlass gebuchten Einzelkünstlern ein Tamtam der Extraklasse aus Musik, Artistik, Cabaret und Burlesque.

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Die Betonug liegt auf NEOnostalgisch deshalb – da das Ambiente sich zwar in diesem Rahmen austobt – jedoch auch durchaus neuere Einflüsse letztendlich künstlerisch in Musik oder in Form von Neo-Burlesque umgesetzt werden dürfen. Es geht also weniger um eine absolut im Detail wahrheitsgetreue Umsetzung der Historie, als mehr um das Spiel der Fantasie, das jeden Gast in seine eigene Erlebniswelt entführt und Träume aufblühen lässt.

„Steigt ein in das Karussell unserer bunten Welt“ heißt der Slogan, geprägt durch Produzentin und Künstlerin Kitty Gowild. Und passender könnte man es nicht formulieren.

Bereits am 03.09.2016 gaben die Künstler ihr Debüt nach einer kleinen Auftaktveranstaltung im Juni im Kölner „Klub Berlin„. Kaum eine andere Lokalität eignet sich so hervorragend für Veranstaltungen dieser Art der Kleinkunst, wie diese in Köln-Ehrenfeld gelegene geschmackvoll eingerichtete Bar.

Der Comedian Matthias Seeling gab seinen Wortwitz in der Moderation wieder in gewohnt gesellschaftskritischer und verruchter Weise auf höchstem Niveau zum Besten.

Für seichte Gemüter ist diese Veranstaltung nichts – es wird skurril, schräg, verrucht und kritisch. Produzentin Kitty Gowild schockierte sowohl als bärtige Dame als auch in der schon als Blasphemie kritisierten Rolle der Mary Claire, die in eine blutig schräge Darstellung devotdominanter Gelüste aus dem Fetischbereich ausartet.

Jenny Starshine als Zirkusäffchen, die eindeutig zweideutig nach wohlverdienter Entledigung ihrer Kleidungsstücke eine Banane zur Belohnung verspeisen darf und dem kleinen großartigen Mann an Licht und Stageassistenz Baron von µ (Mü) der zur nächsten der zunächst vierteljährlich geplanten Eventreihe sein Bühnendebüt in einer gemeinsamen märchenverzaubernden Burlesqueshow mit der Tänzerin Jenny Starshine geben will.  

Aber auch die junge lebendige Luxemburgerin Anna Venture hat mit ihrer Tanzkunst bestochen, vorallem in der Rolle des Kätzchen in der japanisch verrückten Neoburlesquenummer Nguyen Cat.

Als weiterer Augenschmaus, nicht nur für die Damen, darf der wohlgebaute Feuerkünstler Jeremy Dyans nicht außer Acht gelassen werden, ebenso wie wenn Brendan Theprettygood als Fakir für Nervenkitzel sorgt oder der junge Charlyboy sich als musikalisches Multitalent entpuppt.

Dabei sein könnt Ihr zum nächsten Mal am Samstag, den 3.12. um 20:30 Uhr im Klub Berlin, Köln Ehrenfeld.

Hier zur nächsten Veranstaltung auf Facebook!

Tickets im Vorverkauf erhältlich im Klub Berlin, Keplerstr. 4-6, Köln – Ehrenfeld
oder
via Paypal – Geld senden an: pinkpaprika2002@yahoo.de
VVK: 20 EUR
AK: 23 EUR
Verwendungszweck: Soiree TamTam 12/16
Inkl. Begrüßungsgetränk – nur solange der Vorrat reicht!

Und das auch noch für den guten Zweck! Jeweils 1,50 EUR pro Ticket werden gespendet an die Kinder-Krebsstation des Mildred-Scheel Hauses der Uniklinik Köln und nach der nächsten Veranstaltung gesammelt dort überreicht.

Mit anschließender Aftershow-Party. Das Spektakel solltet Ihr Euch keinesfalls entgehen lassen!

Hier mehr Infos über Soiree Tamtam. Über Likes & Shares freuen wir uns! 🙂

Bis dahin – „Nous sommes impatients de vous voir!!“

https://www.facebook.com/soireetamtam/

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Der beginnende Herbst mit dem Vintage Flaneur

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Der Vintage Flaneur ist die wunderschöne und bis ins Detail liebevoll aufgemachte Zeitschrift, die jedes Vintage Herz begehrt. Alle zwei Monate berichtet er über saisonpassende Mode vergangener Jahrzehnte und jede Menge schöner und interessanter Beiträge, die es sich zu lesen lohnt.

Die aktuelle Herbstausgabe für September und Oktober 2016 beschäftigt sich mit den Themen Country Style und Western und hält dazu jede Menge Styling, Make-Up und Mode Tipps parat.

 

Und tadaa – das für mich Besondere an dieser Ausgabe ist, dass ich mich mit einem wunderschönen Shootingbild aus einem Spätsommer-Shooting mit dem Fotografen Mike Koslinck „I love Cherries“ als Vintage Flaneuerin für September / Oktober seitengroß dort präsentieren darf. Vielen Dank an den Vintage Flaneur nochmal dafür! ❤

Ich finde, ich mache mich da wirklich gut – oder was meint Ihr? 😉
Mehr über Jenny Starshine!

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Hier erfahrt Ihr mehr über den Vintage-Flaneur und könnt auch die aktuelle Ausgabe für 6,80 EUR gleich bestellen…

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Vintage Insights

Vintage Events, Lifestyle & Fashion Blogging

Manchmal braucht es Jahre eh eine Idee reif ist oder eh man wirklich genau weiß, was man mit einer einmal gesetzten Saat anfangen möchte. Dieser Blog ist so ein Beispiel, dass es manchmal länger braucht mit etwas schwanger zu sein, eh sich neue Formen bilden, die wirklich Sinn machen und das Herz leidenschaftlich antreiben.

Und dann plötzlich stolperst Du über etwas und weißt genau, jetzt ist die Zeit reif und genau so soll es aussehen… 🙂

Also verschaffe ich Euch ab sofort einige Einblicke in meine nostalgische Vintagewelt. Alles was ich hier erlebe an Veranstaltungen, Auftritten, Shootings oder verrückten Ideen. Wunderschönen Kostümen, Locations, Accessoires oder Stylingvorschlägen und allem was ich ansonsten noch für erwähnenswert halte!

Zu berichten gibt es wahrlich genug in der bunten, schillernd schrägen und verträumten Welt einer kleinen Burlesque-Tänzerin mit großem Herzen und noch größeren Träumen…  Seid gespannt! ❤

 

Vintage Circus

All that Burlesque…

All that Burlesque...

In der vergangenen Woche war ziemlich viel los. Ich hab eigentlich täglich schreiben wollen und kam zu nichts. Letzten Mittwoch war ich im Rahmen des Frauenfilmfestivals bei einer Filmvorführung von Exposed, wo die New Yorker Burlesqueszene, besonders im Slipper-Room portraitiert wurde. Für mich beindruckend und schockierend zugleich – mit den Attributen, die mich besonders beim Burlesque faszinieren, hatte das dort nicht viel gemein. Es ging sehr wenig um Nostalgie und die Darsteller schienen dafür umso mehr eine provokative Gewichtung auf ihre Geschlechtsteile zu legen, mit denen sie auch völlig blank zogen. Zwar war bei den Performances immer noch mehr „Handlung“ oder eher politische Provokation vorhanden, als bei einem gewöhnlichen Strip – aber mir gings für meinen Geschmack teilweise doch zu trashig zu. Auch recht hart mitunter, so hat sich jemand z.B. auch auf offener Bühne die Geschlechtsteile getackert, wo ich garnicht hingucken konnte…

Ob das schlussendlich überhaupt Burlesque ist oder eben nur nach New York passt, da lässt sich drüber streiten… Interessant wars allemal, zumal die Burlesquetänzerin Bunny Love vor Ort anwesend war und vor und nach dem Film eine Live-Performance darbot.

Alles in Allem regte es mich zum Nachdenken an und das wollte es wohl auch. Einiges fand ich sehr unterstützenswert – z.B. den eigenen Körper zu feiern, auch abseits der Schönheitsnorm ist sicher eines davon. Und um das Spiel mit den Geschlechterrollen auf der Bühne geht es beim Burlesque ganz bestimmt und ich habe mich gefragt, was ich eigentlich ausdrücken will in meinen Nummern und ob es da so etwas wie einen „roten Faden“ gibt, der sich jenseits der verschiedenen Facetten und Rollen, die ich auf der Bühne einnehme, durch alle Nummern hindurchzieht. Ich denke, es lässt sich sagen, dass bei meinen Shows vorallem Sinnlichkeit und „ihre“ letztendliche Befreiung nahezu immer eine große Rolle spielen…

Dazu fällt mir folgendes Zitat von Mark Twain ein:

Dance like nobody’s watching.
Love like you’ve never been hurt.
Sing like nobody’s listening.
Live like it’s heaven on earth

Sich von den gesellschaftlichen Konventionen zu befreien und dabei ist es egal ob es um Tanz, Essen oder Sex geht und mit Feuer und Leidenschaft und allen Sinnen lebendig zu sein, denn das Jetzt ist alles was wir haben, auch immer unter Einbezug der Vergänglichkeit der Dinge – ich denke, das ist das, was ich mit meiner Kunst ausdrücken will. Und Burlesque bietet sich da als Gestaltungsform hervorragend für an – natürlich immer mit einem gewissen Hang zur Selbstironie und Nostalgie, die so schön werden kann, dass es fast weh tut… ❤

Aller Anfang ist schwer!

Blogging – schon fast ein Modebegriff – hip ist, wer bloggt. Mich interessierte es die letzten Jahre weniger. Ich hatte schonmal gebloggt. Vor sieben Jahren, als mein geliebter Vater im Sterben lag und ich es müde war, den interessierten Freunden ständig die selben Fragen über mein Seelenleben und die Zustände drum herum zu beantworten. Das war ne schwere Zeit – ich hatte ihn zu Hause bis zum Tod begleitet und gepflegt und danach musste ich erstmal selbst ins Leben zurück. Und Schreiben heilt – genau wie tanzen…!

Und ich schrieb mir die Seele aus dem Leib und tanzte sie anschließend mit aller Leidenschaft wieder zurück. Das alles habe ich gemacht und das ist lange heil. Doch wie das Ich in ständigem Wandel der Wahrnehmungen ist, auf einer unaufhörlichen Reise zu sich selbst, war es mir plötzlich, als ich gestern durch den Park spazierte, als sähen meine Augen klarer, als hörte ich heller und als röch ich intensiver als jemals zuvor. Die jungen kleinen zuckersüßen grünen Triebe der Bäume, zwitschernde Vögel, schnatternde Enten und ich fühlte einfach nur Demut vor dem Leben und eine unbändige Freude auf der Welt zu sein und all dies erleben zu dürfen. Ich bin Teil von allem und ich wusste, egal was war und wieviel Leid ich auch immer erlebt haben möge – es spielt keine Rolle, solange ich jederzeit neu anfangen kann. Ich habe Großartiges geschaffen die letzten Jahre und ich werde weiter Großartiges schaffen. Doch etwas wandelt sich wieder. Dinge sterben und Dinge entstehen – und als ich gestern auf den stillen See in der untergehenden Abendsonne blickte, wusste ich – es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen!

Und deshalb blogge ich jetzt. Denn das Leben ist eine Reise durchs tiefe Meer der Wahrnehmungen und Erlebnisse und ich brauche ein Logbuch… 😉

 

Und plötzlich weißt Du: Es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und
dem Zauber
des Anfangs zu vertrauen.
(Meister Eckhart)